Altenpflegeberuf

Altenpflege hat in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung. Die wachsende Zahl alter Menschen (demographischer Wandel) und die zunehmende Änderung der familiären Strukturen verlangen nach Ideen und Konzepten, die in Zukunft über die derzeit bestehenden Formen der Altenhilfe (Heime, ambulante Dienste) hinausgehen werden. Alternative Versorgungsformen wie thematische Wohngemeinschaften, Quartierskonzepte und kleinteilige Heimangebote werden in den nächsten Jahren mehr und mehr fließende Übergänge für zu Pflegende und vor allem für die professionell Pflegenden bieten.

Wir sehen den gesellschaftlichen Auftrag, das Leben von zu Pflegenden in Ihrer häuslichen Umgebung oder in einer neuen Umgebung so zu gestalten, dass die Notwendigkeit der Unterstützung durch professionell Pflegende als positiver neuer Lebensabschnitt verstanden wird. Die eigene Wohnung oder auch die neue Umgebung in einer stationären Pflegeeinrichtung soll als Ort wahrgenommen werden, an dem die betroffenen Menschen und deren Angehörigen sich wohl fühlen, sich auf kompetente und einfühlsame Unterstützung und Betreuung verlassen und möglichst selbstbestimmt am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen können.

Altenpflegerinnen und Altenpfleger also die Fachkräfte der Altenpflege - spielen mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement eine zentrale Rolle, um alten Menschen gute Versorgung und echte Geborgenheit zu geben.

Altenpflege ist ein Beruf, der ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit voraussetzt, der aber auch viele Vorteile bietet: z. B. attraktive Teilzeitangebote, wohnortnahe Arbeitsplätze, vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten - und nicht zuletzt auch Zukunftssicherheit.

Unsere Gesellschaft insgesamt, zu Pflegende und insbesondere Unternehmen der Gesundheitswirtschaft brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, die sich - gemeinsam mit den Hilfskräften und nicht zuletzt den ehrenamtlich Tätigen - dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen und die hierbei mehr und mehr mit einer breiten Akzeptanz in der Gesellschaft rechnen können.

Die Ausbildung zum/r examinierten Altenpfleger/-in richtet sich somit an interessierte und engagierte Menschen aller Altersstufen und Nationalitäten mit unterschiedlichsten Vorerfahrungen, die diesen Beruf als ihre persönliche Entwicklungschance ergreifen wollen und die Ausbildung als Vollzeitausbildung oder berufsbegleitend absolvieren möchten.

Berufsbild

In der Altenpflege geht es insbesondere um alte Menschen, jeder für sich ein Individuum mit einer eigenen Biographie. Durch die eintretende Pflegesituation entsteht i. d. R. ein hoher Unterstützungsbedarf in den Bereichen Pflege, Betreuung und Zuwendung.

Nicht jeder alte Mensch ist pflegebedürftig! Doch es gibt auch immer mehr ältere Menschen, die krank, pflegebedürftig oder behindert sind und somit intensive Betreuung benötigen. Genau wie junge Menschen brauchen diese Menschen immer und unbedingt soziale Kontakte, menschliche Nähe und Zuwendung.

Die Unterschiedlichkeit der Bedürfnisse von zu Pflegenden spiegelt sich in den Aufgaben der Altenpflege wieder. Altenpflegerinnen und Altenpfleger (AP)

  • betrachten den Menschen im Ganzen: Körper, Geist, Seele und soziales Wesen
  • erkennen und beurteilen die Fähigkeiten, Möglichkeiten, Bedürfnisse und Probleme der alten Menschen
  • planen die individuelle Betreuung und Pflege und führen sie aus
  • dokumentieren den Verlauf der Pflege und werten die gewonnenen Daten aus
  • arbeiten selbstständig innerhalb eines Teams


Altenpflege verbindet lebendige Beziehungsarbeit mit pflegerischem Handeln. Sie erfordert eine solide fachliche Ausbildung, soziale Kompetenz, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und eine gute Beobachtungsgabe sowie Interesse an medizinischen Zusammenhängen. Viele dieser Aufgaben werden, ebenso wie organisatorische Pflichten und Verwaltungsaufgaben, eigenverantwortlich erledigt und bieten viel Raum für Kreativität!

Karrierechancen

Der Beruf der Altenpflege bietet heute und in Zukunft insbesondere für ausgebildete Fachkräfte vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb eines breiten Spektrums von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Wir sind eingebunden in ein Netzwerk von Unternehmen und Institutionen der Gesundheitswirtschaft und bereiten Sie als Fachseminar für Altenpflege auf diese Perspektiven vor. Absolventen des Fachseminars können bundesweit in allen Einrichtungen der Altenhilfe tätig werden. Sie können sich nach abgeschlossener Ausbildung zwischen vielen interessanten Arbeitsfeldern entscheiden ohne sich dabei für immer festzulegen:

  • stationäre Pflege (Heim) und teilstationäre Pflege (Tages- oder Nachpflege)
  • ambulante Pflege (Privatunternehmen oder frei-gemeinützige Wohlfahrtsunternehmen)
  • Krankenhaus
  • Reha-Klinik,
  • Gerontopsychiatrie (Fachkraftausbildung)
  • Behinderteneinrichtung
  • Pflege und Betreuung in Wohngruppen
  • Arbeit in der Palliativmedizin (ebenfalls stationär oder ambulant)
  • Sanitätshaus u. v. m.

Ein großes Spektrum bieten nach der Ausbildung auch die vielen Fort- und Weiterbildungsangebote, die von beruflicher Spezialisierung bis hin zur Qualifikation zur Führungskraft und der Möglichkeit eines Studiums in Pflege und Management reichen.

  • Wohn- und Pflegegruppenleitung in einem Alten- und Pflegeheim
  • Pflegedienstleitung in einem Alten- und Pflegehei
  • Fachkraft in der Gerontopsychiatrie
  • Leitung eines Fachseminars für Altenpflege (nach abgeschlossenen Studium der Pflegepädagogik, siehe unten)
  • Leitung eines ambulanten Dienstes oder einer Sozialstation
  • Studium in den Bereichen Pflegemanagement, Pflegepädagogik i. d. R. (Voraussetzung: allgemeine Hochschul- / Fachhochschulreife)

Eines ist jedoch sicher:

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden Altenpflegerinnen und Altenpfleger mehr denn je gebraucht. Jetzt und in Zukunft! In der Altenpflege geht es insbesondere um alte Menschen, jeder für sich ein Individuum mit einer eigenen Biographie. Durch die eintretende Pflegesituation entsteht i. d. R. ein hoher Unterstützungsbedarf in den Bereichen Pflege, Betreuung und Zuwendung. 

Checkliste

Ist die Altenpflege Ihr Beruf?

Prüfen Sie, ob Sie die wichtigsten Voraussetzungen für die Altenpflege mitbringen:

Haben Sie

  • Freude an der Arbeit mit Menschen und an der Arbeit im Team?
  • Interesse an der körperlichen, geistigen und sozialen Betreuung und Pflege alter Menschen?
  • Einfühlungsvermögen und eine gute Beobachtungsgabe?
  • Durchsetzungskraft und Organisationstalent?
  • Die erforderliche gesundheitliche Eignung?
  • einen Hauptschulabschluss oder einen erfolgreichen Abschluss als Altenpflegehelfer/in bzw. Krankenpflegehelfer/in?

Wenn Sie alle Fragen mit "ja" beantwortet haben, ist Altenpflege Ihr Beruf!

Sie sind unschlüssig und haben noch Fragen? - Kontaktieren Sie uns, gerne telefonisch oder per E-Mail. Wir vereinbaren gerne einen persönlichen Beratungstermin mit Ihnen. Wir bieten Ihnen aufgrund unserer Erfahrung eine kompetente Beratung!

apm Niedersachsen gGmbH

Goethering7

49074 Osnabrück 

Matthias Schaper (Geschäftsführer)

Tel.: 0531 3907-4772

Fax: 0531 3907-8894

braunschweig@apm-nds.de

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